Competence Center Finan-
cial Services

Das Competence Center Financial Services (CCFS) fokussiert sich auf regulatorisch motivierte Projekte. Dabei vermitteln wir zwischen Fachbereich und IT-Bereich und minimieren somit die Risiken bei der operativen Umsetzung von Compliance-Projekten. Um fachlich «auf Augenhöhe» mit unseren Kunden zu sprechen, sind unsere

 

Consultants im CCFS vor allem eines: Banker. Die Kombination von bankfachlicher Expertise und technologischer Exzellenz, ist der entscheidende Mehrwert, den unsere Kunden sehr schätzen.

 

WISSENSWERTES:

  • Durch die jüngere Entwicklung der Finanzmärkte hat der Bereich Compliance stark an Bedeutung gewonnen, obwohl regulatorische Anforderungen Banken seit langem begleiten. Auffallend ist, dass neben nationalen Initiativen (in Deutschland z. B. MaRisk, BDSG, WpHG etc.) zunehmend internationale Regelungen, etwa auf EU-Ebene (Beispiel: MiFID, Basel II, VKRL etc.) oder auf globaler Ebene (z. B. SOX), wesentlichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeiten der Banken nehmen. Ähnliches gilt für Industriestandards (z. B. PCI DSS), auch wenn diese Standards nicht vom Gesetzgeber vorgegeben werden.
     
    Zudem kann im Zeitalter globaler Märkte mitunter die eigene, nationale Gesetzgebung weniger relevant als ausländische Regularien sein (z. B. im Falle von SOX), wovon insbesondere Global Player im Bankenumfeld betroffen sind. Dies schafft ein Höchstmaß an Komplexität im Alltagsgeschäft. In der Regel ziehen regulatorische Neuerungen veränderte Prozesslandschaften nach sich.
     
    BDSG, Basel II, SOX, MiFID, die Liste ließe sich beliebig erweitern. Die nationalen und internationalen Regularien, denen Sie als global agierender Player im Bankenumfeld unterliegen, nehmen ständig zu und gewinnen an Relevanz. Trivadis unterstützt Sie bei Compliance-Projekten in doppelter Hinsicht. Zum einen reduzieren wir die Komplexität Ihres Alltagsgeschäftes, zum anderen richten wir Ihre IT-Infrastrukturen so aus, dass auch zukünftig auftretende Gesetzes-Novellierungen zeitnah, effizient und fehlerfrei umgesetzt werden können.
     
    Unser tief gehendes technisches Know-how und unsere Praxiserfahrungen haben wir für Sie in unseren „Architecture Blueprints“ gebündelt. Durch diesen Wissensvorsprung verkürzen wir für Sie Projektlaufzeiten erheblich. Unser Wissen um Ihre Anforderungen führen für Sie zu modernsten IT-Strukturen, verkürzten Prozessen und zukunftssicheren Lösungen, die Ihre Investitionen nachhaltig sichern. So erzielen Sie selbst aus der Umsetzung gesetzlicher Anforderungen deutliche Wettbewerbsvorteile.
  • Basel III und droht schon die Fortsetzung?
     
    Im Dezember 2010 bereits gab der Basler Ausschuss das Regelwerk Basel III heraus, das höhere Eigenkapitalanforderungen und eine neue globale Liquiditätsregelung vorsieht.

    Die beschlossenen Regeln sehen vor, die Kapitalbasis der Finanzinstitute, neben einer Reihe weiterer Maßnahmen, so zu verbessern, dass sie eine hohe Widerstandskraft gegen unvorteilhafte Entwicklungen in der Wirtschaft wie im Finanzsektor aufzubauen. Sie sollen sich in Krisenzeiten aus eigener Kraft und ohne fremde Hilfe selbst stabilisieren und wieder zum normalen Geschäftsbetrieb zurückkehren, also sich „selbst retten“ können.

    Das ist nicht neu (siehe Basel II), aber die Vergangenheit, insbesondere die Finanzmarktkrise 2007 hat gezeigt, dass die Qualität der verschiedenen Komponenten doch nicht ausreichend war. Somit vereinbarten alle Mitglieder des Ausschusses eine Umsetzung ab dem 1. Januar 2013 die Kapital- und Liquiditätsvorschriften schrittweise anzupassen.

    Das definierte Szenario sieht den teilweisen Einlagenentzug, außerplanmäßige Inanspruchnahme ungenutzter Kreditlinien und den Verlust ungesicherter Refinanzierungen vor. Z. B. wird unterschieden zwischen Assets, deren Aktiva zu 100% des Marktwertes angerechnet werden und Assets, deren Aktiva-Anteil bis zu 40% betragen darf. Die Einführung der LCR ist zum 1. Januar 2015 geplant.

    Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht hat am 6. Januar 2013 jedoch von diesem Zeitplan Abstand genommen. Statt 2015 die LCR vollständig erfüllen zu müssen, sind zu diesem Termin 60 % der Reserve ausreichend. Bis 2019 erfolgt dann eine Erhöhung in jährlichen Schritten auf 100 %.

    Die Umsetzung der Regularien erfordert zunächst eine Bestandsaufnahme. Das Ergebnis sollte die Vernetzung und die Zusammenhänge der unterschiedlichen eingesetzten IT-Systeme des Finanzinstitutes aufzeigen. Gleichzeitig sollten die verfügbaren Daten für die Berechnung der Ratios ermittelt werden. Aus beiden Analysen, die gegeneinander abzugleichen sind, ergeben sich dann aus der erkennbaren Differenz der offene Handlungsbedarf.

    Das, was sich so einfach liest, bedeutet jedoch einen entsprechenden Implementierungsaufwand. Zur Sicherstellung der technischen und prozessualen Einhaltung der zeitlichen Vorgaben ist es wichtig, dass die Granularität der notwendigen Daten der nationalen und internationalen organisatorischen Einheiten bzw. Tochtergesellschaften zur Verfügung stehen. Der Implementierungsaufwand wird signifikant von der aktuellen IT-Landschaft und vom Ergebnis der ganzheitlichen Betrachtung der Systeme und Geschäftsprozesse beeinflusst.

    Noch bevor die Regelungen aus Basel III vollständig umgesetzt sind, hat die Entwicklung der letzten Zeit Grundlagen für eine Erweiterung und Anpassung der Regeln offenbart. Verschiedene Aufsichtsbehörden äußern Anregungen, dass die Komplexität der Risikomodellierungen vereinfacht werden sollen. Dies betrifft auch die Verlässlichkeit der damit verbundenen Risikogewichtung in Säule I. Ebenfalls hat der Basler Ausschuss in jüngster Vergangenheit Konsultationen bzw. Diskussionen angestoßen, die über Basel III hinausgehen.

    Bereits im Dezember 2014 hat das Basel Committee on Banking Supervision (BCBS) für die Überarbeitung des Kreditrisikostandards einen Vorschlag veröffentlicht. Wesentliche Punkte in dem Vorschlag sind die „Abkehr von externen Ratings“. Hiermit soll der Problematik entgegnet werden, die die Risikogewichtung für Bank- und Unternehmensforderungen an bestimmte Risikotreiber mit sich bringen. In dem Vorschlag geht es auch um die „Verbesserung der Granularität und Risikointensivität“. Der aktuelle Vorschlag sieht hier eine Überarbeitung der Forderungsklassen vor.

    Im Weiteren beschreibt der Vorschlag die „Anpassung der Kalibrierung der Risikogewichte“ sowie die Verbesserung der „Vergleichbarkeit der Kapitalanforderungen“ und auch die „Reduzierung der Diskrepanz zum IRB-Ansatz“.

    Alle diese Schritte/Maßnahmen hin zu Basel IV werden gekennzeichnet durch
    - Höhere Leverage Ratio, eine Untergrenze in Säule I bei der verbindlichen Eigenkapitalanforderung
    - Be-/Einschränkungen bisheriger Vorteile beim Einsatz interner Modelle (Berechnung Eigenkapitalanforderungen nach Säule 1)
    - Etablierung einfacherer Regel mit vergleichbaren Ergebnisse
    - Höhere/strengere Anforderungen für Stresstests
    - Bessere Offenlegung der Informationen gem. Säule II

    In den Projekten zur Umsetzung von Basel III haben sich Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern gezeigt. Dies betraf sowohl die Ausgestaltung und Interpretationen des Textes der Richtlinie sowie den Zeitplan.

    Diese Unterschiede sind nicht nur Ursache für Inkonsistenzen in Umsetzung/Anwendung von Basel III, sondern bilden den Nährboden für das Auseinanderdriften der Weiterentwicklungen. Da noch nicht flächendeckend Basel II abschließend umgesetzt ist, werden nun bereits Maßnahmen eingeleitet, die über Basel III hinausgehen.

    Die skizzierten Entwicklungen in Richtung Basel IV zeigen bereits grundlegende Implikationen für die Kreditinstitute auf.

    Das Team des Competence Center Financial Services (CCFS) von Trivadis hat sich mit der Initiative und den eingebrachten Vorschlägen intensiv befasst und dazu, interessante Details sowie vor allem Auswirkungen auf die Finanzinstitute und insbesondere der IT zusammengestellt. Gerne stellen wir Ihnen persönlich unsere Expertise in einem persönlichen Gespräch vor.

AML

  • AML (Anti Money Laundering) und KYC (Know Your Customer)
     
    In dem regulatorischen Umfeld des Geldwäschegesetzes weisen wir fundierte und mehrjährige Projekterfahrungen auf. Wir unterstützen unsere Kunden im Prozessdesign u. a. in folgenden Themen:

    - Initiale Erhebung von Kundendaten
    - Effiziente Nacherhebung von Kundendaten
    - Kontinuierliche Überwachung der Kundendaten und/oder Transaktionen

    Gerade in der jüngeren Vergangenheit haben neue Richtlinien oder die Novellierung bestehender Gesetze umfangreiche Anpassungen an den obigen Prozessen erforderlich gemacht.

    Compliance wird somit auch immer mehr zum Business-Enabler. Sind die Daten von Kunden veraltet oder gar unvollständig, so sieht das Geldwäschegesetz vor, dass die Banken die Geschäftsbeziehung erst gar nicht begründen dürfen oder im Falle von Bestandskunden beenden müssen. Arbeitsanweisungen können im ersten Ansatz hilfreich sein; doch auf Dauer müssen gerade die IT-Systeme die Einhaltung der Richtlinien unterstützen und somit gewährleisten In den obigen Themen bringen wir unsere Erfahrung entlang des gesamten Projektzykluses (Gap-Analyse, Prozesskonzeption, Prozessprüfung, und –implementierung) in ihr Projekt ein. Wir identifizieren mit fundiertem Wissen die relevanten Kundengruppen, priorisieren diese und steuern die Gruppen in den Vertrieb ein. bzw. initiieren die Kundenkommunikation über verschiedene Kommunikationskanäle. Darüber hinaus wissen wir in welchen Situationen Dateneinkäufe geeignet sind, unterstützen bei den Vertragsverhandlungen und führen Dateneinkäufe mit verschiedenen Auskunfteien inklusive teil- bzw. vollautomatisierter Datenverarbeitung durch.

    Auf Wunsch bringen wir auch die Erfahrung im Aufbau eines Compliance-Warehouse ein, so dass künftig eine effiziente und korrekte Datenbereitstellung im KYC-Umfeld mit konsolidierten Datenhaushalten die Durchführung erleichtert.

    Trivadis verfügt über eine hohe Expertise bei der Umsetzung derartiger Projekte und hat sie in den letzten drei Jahren erfolgreich gesteuert. Gerne steht Ihnen das Competence Center Financial Services unverbindlich mit weiterem Informationsmaterial sowie für weitere Auskünfte zur Verfügung.

  • Digitalisierung – jetzt oder nie?
     
    Der Begriff der Digitalisierung macht in Bankenkreisen die Runde und steht vielfach für eine komplette Erneuerung bestehender Infrastrukturen. Warum gerade jetzt?

    Blickt man 15 Jahre zurück, so war die New Economy damals ein großer Hype, dessen Erfolg sich jedoch nur langsam einstellte. Inzwischen sind die Ideen von damals Realität geworden: Netzinfrastruktur und Zugang zum Internet sind „Commodity“.

    Die SmartPhones haben das Internet in unsere Jackentasche gebracht. Entsprechend verändern sich die Kundenwünsche und Marktanforderungen.

    Bankprodukte sind zudem digital und virtuell. Ideal für technikaffine Start Ups, die FinTechs. Aus diesen Marktveränderungen heraus wächst das Bedürfnis nach Anpassung der Prozesse. Die „Digitalisierung“ wird jedoch im Back-End und in der Datenhaltung entschieden, nicht am Front-End.

    Das CCFS-Team von Trivadis begleitet Banken und Versicherungen ganzheitlich bei der Umsetzung von Digitalisierungsstrategien.

    Gerne steht Ihnen das Competence Center Financial Services unverbindlich mit weiterem Informationsmaterial sowie für weitere Auskünfte zur Verfügung.

  • BCBS 239, Aggregation von Risikodaten
     
    Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht hat nach den Konsultationen im Jahre 2012 abschließend im Januar 2013 „Grundsätze für die effektive Aggregation von Risikodaten und die Risikoberichterstattung“ veröffentlicht.

    Die Regeln beinhalten Anforderungen an die Aufbau- und Ablauforganisation der Risikofunktion bei Finanzdienstleistern. Konkrete regulatorische Anforderungen an die IT-Architektur und das Datenmanagement sind erstmals an die Finanzinstitute adressiert.

    Die Richtlinie schreibt vor, dass ab Januar 2016 die global relevanten Finanzinstitute zu ihren Daten die Herkunft einwandfrei und transparent gewährleisten und nachweisen müssen.

    Die Anforderungen an die Finanzinstitute sind prinzipienorientiert formuliert und in vier eng miteinander verbundene Themenbereiche gegliedert:
    - Gesamtunternehmensführung und Infrastruktur
    - Risikodaten-Aggregationskapazitäten
    - Risikoberichterstattung
    - Aufsichtsrechtliche Überprüfung, Einsatz von Werkzeugen und grenzüberschreitende Zusammenarbeit.

    Damit ergeben sich aus den Grundsätzen des Basler Ausschuss vier Handlungsfelder. Anhand derer lässt sich der Umsetzungsbedarfs strukturieren.
    - IT-Architektur
    - Organisations- incl. IT-Management
    - Data Quality Framework
    - Risiko-Reporting

    Die Datenqualität (Genauigkeit, Flexibilität, Aktualität, und Granularität) der Daten bilden dabei die Grundlage. Erreicht werden soll die Qualität mit einem sehr hohen Automatisierungsgrad auch im Sinne der Verringerung der manuellen Eingriffe einhergehend mit der Senkung der Fehlerquote.

    BCBS-239 hat zur Folge, dass ggf. weitere konzernweite Projekte initiiert werden müssen, um den Anforderungen der Regularie gerecht zu werden; Übergangs- und Schatten-BI-Lösungen auf Excel- oder Access-Lösungen innerhalb der Fachabteilungen erschweren eine zeitnahe Umsetzung zusätzlich. Die Dominanz von Workarounds und Exel-Tabellen ist aktuell noch zu hoch.

    Als wesentliche Voraussetzungen für ein funktionierendes Risikomanagement rücken also Datenhaltung und Risiko-Reporting-Systeme stärker in den Fokus; insbesondere wird eine konzern- und geschäftsbereichsübergreifende Definition, Erfassung und Verarbeitung risikorelevanter Daten gefordert.

    Als Fazit bleibt eine umfangreiche ToDo-Liste um zukünftig BCBS 239 konforme Reportings generieren zu können. In IT-Systemen und Prozessen sind große Lücken zu schließen bis eine einheitliche und automatisierte Qualitätssicherung sowie eine Aufbereitung und Dokumentation etabliert ist.

    Der Regulator erwartet mit Umsetzung dieser Maßnahmen, dass das Risikomanagement von Finanzinstituten gestärkt und eine Verbesserung von Entscheidungsfindungsprozessen und -systemen die Fähigkeiten der Banken zur Bewältigung von Stress- und Krisensituationen erreicht wird.

    Diese Aktivitäten sind eine Domäne von Trivadis. Die Zusammenarbeit mit den IT-Spezialisten und den bankerfahrenen Mitarbeitern aus dem Bereich CCFS sind ein Garant für die efolgreiche Umsetzung der Vorgaben aus dem Regelwerk BCBS 239. Daraus ergibt sich für Compliance des Finanzinstitutes eine verbesserte Datenqualität. Ein gut dokumentiertes System schafft Klarheit über die Daten und Datenflüsse.

    Unser operativer und klarer Ansatz begleitet Sie von der Projektinitiierung über eine Vorstudie und Entscheidungsvorlage bis hin zur Umsetzung. Dieser Ansatz ist in vielen Projekten erprobt und hat sich bewährt. Sprechen sie uns an, wir freuen uns auf ein persönliches Gespräch.

  • Die MiFID (Markets in Financial Instruments Directive, bedeutet übersetzt: Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente, ebenso amtlich als Kurzform auch: Finanzmarktrichtlinie) ist eine Richtlinie der Europäischen Union (EU) zur Harmonisierung der Finanzmärkte im europäischen Binnenmarkt.
     
    Nicht nur in Europa unterliegen die Wertpapiermärkte stetigen Änderungen. Neben der Beantwortung vieler offener Fragen ist als ein weiteres Ziel dieses Regelwerkes die Erleichterung von Wertpapier-geschäften durch private wie auch institutionelle Anleger. Die Grundkonzeption macht es Anlegern leichter innerhalb der EU und über deren Grenzen hinweg zu investieren; z. B. durch gleiche Bedingungen für alle europäischen Handelsplätze.
     
    Die Reformen zielen auch weiter in Richtung Harmonisierung der EU-Binnenmärkte, verbesserte Markttransparenz sowie Integrität und damit Erhöhung und Stärkung des Vertrauens in die Finanzmärkte. In Präsentationen bzw. Workshop’s können Fragen, die als ToDo‘s zu berücksichtigen sind auftreten. Eine aus Workshop’s entstandene Liste kann als Member dienen und als Grundlage für weitere Aktivitäten eingesetzt werden.
     
    Berücksichtigt sind die 5 wichtigsten Einflussbereiche:
     
    - Marktstrukturen
    - Transparenz und Konsolidierung
    - Anlegerschutz und Wohlverhaltensregeln
    - Monetäre Vorteile für Berater
    - Stärkung der Aufsichtsbehörden
     
    Das Competence Center Financial Services von Trivadis kann mit seinem Kow-how im Financial Umfeld mit einer Grobanalyse und ersten Handlungsempfehlungen zur Seite stehen. In der Umsetzungsphase werden aus der Detailanalyse konkrete Maßnahmen entwickelt und erste QuickWins schnell realisiert. Gerne stellen wir Ihnen persönlich unser Competence Center sowie die aktuellen Neuerungen der Gesetzesinitiative in einem persönlichen Gespräch vor.
  • OECD Common Reporting Standard (AEOI/CRS) gegen Steuerhinterziehung
     
    Die Bekämpfung von Steuerhinterziehung ist in den letzten Jahren stark in den Fokus der Regierungen, der EU und der OECD gerückt.

    Am 29. Oktober 2014 unterzeichneten in Berlin die Vertreter des „Global Forum on Transparency and Exchange of Information for Tax Purposes“ der OECD eine Vereinbarung zum automatisierten Austausch von Daten zu Finanzkonten (kurz CRS - Common Reporting Standard, auch AEOI – Automated Exchange of Information oder auch AIA – Automatischer Informationsaustausch). Mit dem Abkommen verpflichten sich gleich zu Anfang 51Teilnehmerstaaten Daten zu Finanzkonten von Steuerpflichtigen, die in einem anderen Staat steuerlich ansässig sind, an den betreffenden Staat zu übermitteln. Einige Staaten (darunter die Schweiz) werden erst ab 2018 die ersten Daten austauschen, weitere wollen sich dem Vorhaben später anschließen. Zwischenzeitlich haben sich über 90 Staaten dem Abkommen angeschlossen. Die erstmalige Datenübermittlung erfolgt für das Steuerjahr 2016 und muss bis zum 31.7.2017 abgeschlossen sein.

    Damit geht ein auch von Deutschland initiiertes Vorhaben der OECD in eine neue Phase, Steuerschlupflöcher für Erträge aus Kapitalanlagen im Ausland zu schließen. Kern des Vorhabens sind erweiterte Berichtspflichten von Finanzinstituten zu Konten von Steuerausländern und der Austausch dieser steuerlichen Daten zwischen den beteiligten Ländern.

    Insbesondere das IGA Model 1 zu FATCA lieferte die Blaupause für die Identifikations- und Meldepflichten nach AEOI/CRS. Finanzinstitute der Teilnehmerstaaten müssen prüfen, inwieweit sie vom CRS betroffen sind. Meldende Finanzinstitute sind verpflichtet, ihren Kundenbestand (natürliche Personen und Rechtsträger) auf Steuerpflicht in anderen Teilnehmerstaaten hin zu untersuchen. Auch beim CRS wird zwischen Neu- und Bestandskonten unterschieden, die Regularien unterscheiden sich im Detail von den aus FATCA bekannten.

    Übermittelt werden grundsätzlich die folgenden Daten (Ausschnitt): 
    - Name, Anschrift, Steueridentifikationsnummer sowie Geburtsdatum und -ort jeder meldepflichtigen Person,
    - die Kontonummer(n),
    - Jahresendsalden der Finanzkonten,
    - alle gutgeschriebenen Kapitalerträge, auch Einlösungsbeträge und Veräußerungserlöse.

    Auch bei AEOI/CRS handelt es sich um ein zwischenstaatliches Abkommen; jedoch es entfällt die von FATCA her bekannte Registrierungspflicht, ebenso die Strafsteuer auf Zahlungen an nicht teilnehmende Finanzinstitute. Eine besondere neue Herausforderung werden die Vielzahl der teilnehmenden Länder und auch der Beitritt weiterer Länder zu einem späteren Zeitpunkt sein.

    Der Zeitplan für die Einführung des AEOI/CRS ist sehr ehrgeizig, denn der Neukontenprozess soll bei den „Early Adopters“ bereits am 01.01.2016 starten, und bis Ende 2017 sind alle bestehenden Konten zu analysieren. Der erste Datenaustausch ist auf den 31. Juli 2017 terminiert. Das erforderliche Gesetz „Finanzkonteninformationsaustauschgesetz“, kurz FKAustG soll ist Ende 2015 im Parlament verabschiedet worden. Trivadis hat in mehreren FATCA-Umsetzungsprojekten umfangreiche Erfahrungen zum Austausch von Kontodaten gesammelt. Diese Erfahrungen wenden wir gerne in Ihrem CRS-Umsetzungsprojekt an, das Competence Center Financial Services steht Ihnen für detaillierte Fragen gern zur Verfügung.

  • 4. EU Geldwäsche-Richtlinie und die neue Geldtransferverordnung
     
    Das CCFS Team der Trivadis unterstützt die Unternehmen der Finanzdienstleistungsindustrie bei der Umsetzung von regulatorischen Neuerungen. So unterstützen wir bereits im Zuge der 3. EU Geldwäsche-Richtlinie die Banken erfolgreich.

    Sprechen sie uns an, denn auch im Zuge der 4. EU Geldwäsche-Richtlinie ist wieder einiges zu tun. Bereits 2012 und 2013 legte die Europäische Kommission Vorschläge für die 4. Geldwäsche-Richtlinie vor. Darin enthalten sind die rund 40 Empfehlungen der „Financial Action Task Force (FATF)“ zur Bekämpfung der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Auch die in jüngster Vergangenheit gewonnenen Erfahrungen und Bedrohungsszenarien sind in diese Richtlinie eingearbeitet worden.

    Diese weitere Richtlinie der EU müssen alle Mitgliedsstaaten in nationales Recht umsetzen; in der Bundesrepublik Deutschland soll dies bis Ende 2015 erfolgen. Erst danach erlangt die Verordnung zusammen mit der Geldtransferverordnung abschließend ihre Gültigkeit.

    In der vorhergehenden Richtlinie gab es noch eine Liste vordefinierter Situationen mit geringem oder erhöhtem Geldwäscherisiko. Neu ist der risikobasierte Ansatz. Nun wird von den Verpflichteten verlangt, jede individuelle Geschäftsbeziehung sowie Transaktion hinsichtlich des jeweiligen Geldwäscherisikos zu prüfen. Eine Endbewertung ist erst dann erbracht, wenn in der Gesamtbetrachtung alle relevanten Risikofaktoren berücksichtigt wurden. Dabei spielt die Einstufung der individuellen Situation als geringes oder erhöhtes Risiko eine entscheidende Rolle. Eine pauschale automatisierte Risikobewertung soll zu Gunsten der individuellen Risikobewertung weichen. Keine Regel ohne Ausnahme. Für PePs (politisch exponierte Personen), Korrespondenzbanken und Kunden aus bestimmten Hochrisikoländern bleibt es bei der automatischen Einstufung der Hochrisikosituation. Für PePs ist die Aufrechterhaltung des Status nach der Amtsniederlegung von 12 auf 18 Monate angehoben worden.

    Ein gezielter Austausch von Informationen auf nationaler wie auch internationaler Ebene soll durch eine bessere Vernetzung der Einzelmaßnahmen erfolgen.

    Die Rechtsgrundlagen sind bereits jetzt in Deutschland für Kredit- und Finanzinstitute (Finanzdienstleister) im § 25h Abs. 3 des KWG und § 6 Abs. 2 Nr. 3 des GWG gegeben.

    Der Geltungsbereich der Richtlinie wird für Personen, die gewerblich mit Gütern handeln von 15.000 Euro auf 7.500 Euro bei Bareinzahlungen eingestuft; das entgegennehmende Finanzinstitut muss dabei den entsprechenden Identifizierungspflichten nachkommen. Die Sorgfaltspflichten erstrecken sich nun auch auf die Glücksspielindustrie bei Transaktionen ab 2.000 Euro. Ebenso werden Makler im Bereich der Immobilienvermietung, ergänzend zu Kauf/Verkauf von Immobilien von der neuen Richtlinie erfasst.

    Die neuen Regelungen betreffen nicht nur die Verpflichteten, sondern auch Unternehmen sind verpflichtet „angemessene, präzise und aktuelle Angaben“ zu den an ihnen wirtschaftlich Berechtigten vorzuhalten. Den zuständigen Aufsichtsbehörden sind diese Informationen auf Anfrage zur Verfügung zu stellen.

    Bei juristischen Personen (inkl. BGB-Gesellschaften, Vereine, Stiftungen, Trusts) ist künftig immer der/die wirtschaftlich(en) Berechtigte(n) zu erfassen. Gibt es keinen wirtschaftlich Berechtigten über 25%, so ist stattdessen z. B. das Management zu erfassen. Weiterhin gibt es künftig ein zentrales Register, in welchem zu registerpflichtigen Firmen die wirtschaftlich Berechtigten mit ihren Anteilen gespeichert sind. Bei Abweichungen der Informationen liegt die Fürsorgepflicht bei den Banken, so dass ggf. die Abweichungen der Angaben durch Einbindung des Kunden zu klären ist.

    Die Europäische Kommission hat sich noch nicht abschließend zur technischen Umsetzung dieser Regularie geäußert, vorgesehen ist die Aggregation dieser Informationen in öffentliche Register. In der Richtlinie 2012/17/EU wurden erste Rahmenbedingungen geschaffen. Allerdings sollen die Register den “Berechtigten“ zugänglich sein.

    Hinsichtlich der Verstärkung von Sanktionen wurden die Geldstrafen von 10% des Umsatzes für juristische Personen und von bis zu 5.000.000 Euro für natürliche Personen festgelegt.

    Einige Anforderungen aus der vierten Geldwäscherichtlinie werden sicherlich ohne größere Schwierigkeiten umsetzbar sein.

    Einige andere dagegen werden bei der Implementierung einen höheren Zeit- und Kostenaufwand erfordern. Sprechen sie uns an, denn auch im Zuge der 4. EU Geldwäsche-Richtlinie ist wieder einiges zu tun.

  • FATCA-Review
    CCFS hat bei verschiedenen Finanzinstituten in DE und CH Unterstützung bei der Erstellung von Fachkonzepten sowie diversen Studien erbracht. Unsere Erfahrungen wurden im Projektmanagement und der Analyse der IT-landschaften geschätzt. Die Sichtung der vorhandenen Bank-Applikationen und Beurteilung tangierender Prozesse gehörten mit in den Aufgabenbereich.
     
  • BDSG Novelle
    2010 Die Novelle des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) zum 1.4.2010 zur Speicherung und Verarbeitung personenbezogener Daten mussten Auskünfte um eine Erläuterung ergänzt werden. Unser Ansatz führte diese beiden bisher getrennt voneinander erstellten Dokumente zusammen. Somit rechnete sich das Projektvorhaben innerhalb eines Jahres allein durch das eingesparte Porto.
     
  • Plattform für automatisierte Performancezahlen
    CCFS erstellte für einen Kunden in der Schweiz ein Grobkonzept wie eine solche Darstellung aufgebaut werden könnte (Modellrechnung) und was dabei bzgl. Datenqualität, -verfügbarkeit und -lieferzeit, usw. zu beachten ist. Seit der Realisierung können über die neue Plattform auf Basis von Tageszeitreihen automatisierte Performancezahlen und KPIŽs zur Verfügung gestellt werden.
     
  • Cash-Flow-Berechnungen
    Für einen Kunden in DE unterstützte CCFS bei der Reorganisation der Systemarchitektur und Beratungen zur Gesamtarchitektur mit dem Ziel, dass bisher zeitaufwändige und fehlerhafte Cash-Flow-Berechnungen schneller und aussagekräftiger vorgenommen werden können.
     
  • Sicherstellung, Stabilisierung, Standardisierung
    Für eine ausländische Niederlassung eines deutschen Finanzinstitutes leistete CCFS die Know-How Sicherung bei der Umstrukturierung der IT-Systeme zur Sicherstellung, Stabilisierung und Standardisierung des Gesamtbetriebes. Zur Vorbereitung wurden Software-Assessments (Analyse und Dokumentation) als Basis für die Neustrukturierung und Standardisierung des Datenbankbetriebs in einer Avaloq Umgebung ebenfalls von CCFS durchgeführt.
     
  • Testkoordination, Kundenkommunikation, Qualitätsverbesserung
    Inhaltlich geht es um das Management des Testkoordinationsprozess sowie um die Identifikation und Kommunikation von prioritären Arbeitspaketen und deren Risiken im Release Management. CCFS stellt die Teilprojektleitung sowie Begleitung von Planung und Umsetzung der Release-Zyklen der Individualsoftware und Umsysteme (Run The Bank). Teilaspekt ist das Entwickeln und Nachhalten von Qualitätsverbesserungsmaßnahmen im Entwicklungsprozess der eingesetzten Software.
     
    Gerne steht Ihnen das Competence Center Financial Services unverbindlich mit weiterem Informationsmaterial sowie für weitere Auskünfte zur Verfügung.
Trivadis, Mathias Walter, Head of Competence Center Financial Services

Mathias Walter

Trivadis, Head of Competence Center Financial Services